„Und? Wie soll es denn heißen?“, frage ich Viola und starre auf ihren Bauch. „Woher weißt du das?“, kreischt meine Freundin. „Ich hab’s doch noch niemandem erzählt!“ Sie fuchtelt mit einem” Ultraschall-Bild vor meiner Nase herum. „Guck mal! Ist es nicht süß?”
„Nenn es bloß nicht Angelique“, sage ich, nachdem ich mich von der Überraschung erholt habe, gefühlte drei Stunden später. „So heißt nur ein mittelmäßiger Pornostar.“ Viola kichert: „Carlotta geht auch nicht. Das klingt nach Rohkost.“ Als ich nicht sofort verstehe, brüllt sie „Carlotta Karotta!“ und schlägt sich mit der flachen Hand vor die Stirn. Ein No-Go ist für sie auch Fritz-Ferdinand, Bart wie Bart Blödmann, Lulu oder Emily. Hans-Heinrich kann sie sich für ihr Baby nicht vorstellen, genauso wenig wie Mandy, Geraldine und Leander-Julian. Na ja, sie hat ja noch ein paar Monate Zeit. Namen sind wie Schall und Rauch, heißt es. Seltsam, dass man sofort ein Bild vor Augen hat, wenn man einen Namen hört. Zum Beispiel Gianna, das klingt für mich nach Temperament und Löwenmähne. Leicht abgewandelt haben wir Jana: Sofort stelle ich mir einen ruhigen Charakter vor und sehe glattes, dunkles Haar. In einer Geschichte würde ich einen Gewinnertypen vielleicht Vincent nennen, aber niemals Hardy. Einen rundlichen Kumpel würde ich mit Bobby ein Profil geben, Ulrich passt zum schlanken Denker. Hermes hieße der abgedrehte IT-Freak und ein Börsenmakler Magnus. Verrückt… Dennoch, du bist, was du tust. Egal wie du heißt.
Also, macht es gut!
Eure Martina
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