
Großbritanniens größter Pop-King ist zurück mit seinem neuen Album „Reality Killed The Video Star”, seinem nun achten Studioalbum. Der Vorgänger „Rudebox” kam 2006 bei Kritikern und Fans nur mit gemischten Gefühlen an und landete bald im Vergessen aller. Auch das neue Album scheint polarisierte Kritik einzuheimsen: Die eine Fraktion umjubelt „Reality Killed The Video Star” als ein typisches Robbie-Album, vollbepackt mit seiner Persönlichkeit und Energie. Die andere Seite zweifelt jedoch an der Präsenz grad jener Dinge. Es wird schnell klar, welche Seite wir hier vertreten.
Vorweg muss man klarstellen, das Robbie hier zurückgreift auf die softesten Pop-Wurzeln der Szene. Seicht und energielos vermittelt Williams seine manchmal humorvollen, meist stupiden Texte den Hörern. Die Reime sind vorhersehbar, die Melodien zu weich und faul. Beim Durchhören dieses Albums merkt man nichts von Robbies früher so sprühenden Energie. Und wenn ihm beim Singen langweilig ist, dann garantiert auch dem Hörer. „You Know Me” erinnert an Bauchweh nach einem schlechten Burger in einem Grease-Verschnitt-Restaurant – komplett mit „Schoowapp”-Hintergrund-Sängern –, während „Bodies” zwar kein schlechter Pop-Track ist, aber dennoch den vergangenen Robbie-Hits nicht das Wasser reich kann. Beim Song „Starstruck”, der stark an Wham! erinnert, amüsiert wenigstens die Vorstellung von Robbie im George-Michael-Oldschool-Outfit. „Last Days Of Disco” ist etwas fad, doch mit Potential – vielleicht hören wir bald einen Remix von Calvin Harris oder David Guetta, die das Ding retten könnten. Bei „Won’t Do That” bricht Robbie endlich ein wenig aus seiner Zurückhaltung hervor und „Do You Mind” ist einfach der einzig coole Track des Albums. Sonst hat das lange Warten auf dieses Werk nicht gelohnt.
Genre: Pop
Für Fans von: Take That, Ronan Keating, Mika, JLS
Label: Chrysalis (EMI)
Release: 6. November 2009
